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Aktionsprogramm „Energie 2020“ ist ein gutes Fundament für das Klimaschutzkonzept der Verbandsgemeinde Wallmerod

„Seit 10 Jahren beschäftigen wir uns in der Verbandsgemeinde Wallmerod mit Fragestellungen zur Energieeffizienz und der Erzeugung von Strom aus regenerativen Energien. Wenn ich die nun vorgestellten Ergebnisse und Empfehlungen des Klimaschutzkonzeptes zugrunde lege, bin ich sicher, dass wir den richtigen Weg gewählt haben“, sagte Bürgermeister Klaus Lütkefedder in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Dort wurde einerseits das von der Transferstelle der Hochschule Bingen (TSB) erstellte Klimaschutzkonzept verabschiedet. Andererseits wurde die Energiebilanz 2019 des „Aktionsprogramm Energie 2020“ der Verbandsgemeinde vorgestellt.

Das Ergebnis all der bisherigen Maßnahmen des Aktionsprogrammes zur Energieeffizienz, deren erste Überlegungen aus dem Jahr 2010 datieren, zeigt sich heute sehr deutlich. Gegenüber dem Basisjahr 2010 sank der Gesamtverbrauch aller 21 Objekte der Verbandsgemeinde Wallmerod deutlich. Bei der Heizenergie ergibt sich im Vergleich zu 2010 ein Rückgang von 32,3 %, zudem werden 10,4 % weniger Strom benötigt.

Gebaeude mit PV Anlage

Parallel zur Reduzierung der Verbräuche wurde die Stromerzeugung forciert. Mit 9 eigenen Photovoltaikanlagen, dem BHKW und der Brennstoffzelle produzierte die Verbandsgemeinde Wallmerod im Jahre 2019 über 480.000 kWh Strom. Das sind gut 45 % mehr als in allen Liegenschaften der Verbandsgemeinde verbraucht wurde (333.000 kWh). Und da die Errichtung der Photovoltaikanlagen, deren Strom komplett eingespeist wird, noch in einem günstigen Zeitraum lag, werden durch die Einspeisevergütung ordentliche Einnahmen erzielt.

Das alles schlägt sich spürbar im Haushalt nieder. Musste die Verbandgemeinde Wallmerod im Jahr 2010 noch 243.200 Euro für Strom und Heizung aufbringen, waren es im Jahr 2019 trotz höherer Preise für Energie noch 210.100 Euro. In der Gesamtbetrachtung sind von diesem Aufwand noch die Einnahmen aus der Einspeisevergütung in Höhe von 83.900 Euro abzuziehen, sodass im Haushalt effektiv nur noch etwa die Hälfte der Haushaltsmittel benötigt wurden, die im Jahr 2010 aufgewendet werden mussten.

Das Aktionsprogramm „Energie 2020“ der Verbandsgemeinde Wallmerod endet, wie der Name schon andeutet, eigentlich im Jahr 2020. Aber es besteht Einigkeit, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen. Aufbauend auf den bereits vorliegenden Erfahrungen wurde ein Klimaschutzkonzept erstellt, um die begonnenen Maßnahmen weiter zu führen und zusätzliche Perspektiven aufzuzeigen. Alle Maßnahmen im Bereich der Verbandsgemeinde Wallmerod können integriert werden, so zum Beispiel das Energieaudit, das die Verbandsgemeindewerke vor einigen Jahren gestartet haben.

Auch die Ortsgemeinden haben erkannt, dass ein systematisches Energiemanagement Vorteile bringt. Dieses soll im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes erweitert und auf die Ortsgemeinden ausgedehnt werden. Letztendlich spielen natürlich in der Gesamtbetrachtung zukünftig auch Unternehmen, Vereine und Private eine wesentliche Rolle für den Klimaschutz in der Verbandsgemeinde. Zudem gilt es, das Thema Mobilität in geeigneter Form aufzuarbeiten und die dort vorhandenen Chancen zu nutzen. Die Umsetzung zukünftiger Einzelprojekte und die Koordination der Maßnahmen soll ein Klimaschutzmanager eingestellt werden, der Ansprechpartner für alle Fragen rund um Klimaschutz und Energie werden soll.

Unter www.energiemittendrin.de finden sich weitere Informationen zum Klimaschutzkonzept und zum Aktionsprogramm Energie 2020“.


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